Spannende Themen und reges Interesse

17. November 2017

Die IG Sport Luzern informierte in Luzern und Sursee rund 150 Vertreter von Luzerner Sport-Vereinen und –Verbänden über die Einführung eines kantonalen Qualitätslabels ab 2021. Nicht weniger interessant war auch das Thema Unfallversicherungen für Sportvereine.

Mit der Genehmigung des neuen Sportpolitischen Konzepts im Sommer 2017 wurde die IG Sport Luzern durch das Gesundheits- und Sozialdepartement beauftragt, eine Qualitätssicherung unter den Sportvereinen des Kantons Luzern durchzuführen. Urs Dickerhof, Präsident der IG Sport Luzern, stellte den Klubvertretern nach dreijähriger Planungs- und Vorbereitungsarbeit das neue Projekt vor. Mittels eines Online-Fragebogens zu den Themen Organisation und Vereinsstrukturen, Förderung des Kinder- und Jugendsports sowie Sicherheit, Prävention und Integration belegen die Vereine ihr aktuelles Engagement und eruieren, wo noch Lücken bestehen. Diese Lücken können bis Ende 2020 mit Workshops, Kursen und Informationsveranstaltungen geschlossen werden. Das Erreichen des Labels soll mit einem möglichst geringen zeitlichen und personellen Aufwand möglich sein.

Zweckgerichtete Vergabe der Swisslosgelder

Hintergrund dieser Zertifizierung ist laut Urs Dickerhof die Sportfördergelder-Vergabe über Swisslos und den Kanton Luzern: «Swisslos-Gelder müssen in den Kantonen zweckgebunden dem Sport, der Kultur und Sozialem zugeführt werden. Das Qualitätslabel ist als Motivation und Chance für die Vereine zu verstehen. Ihre wichtige und grösstenteils auf ehrenamtlicher Basis beruhende Arbeit soll bei entsprechend hohem Qualitätsstandard belohnt werden. Gleichzeitig bietet das Label Gewähr für eine gut funktionierende und hochwertige Luzerner Sportvereinslandschaft.”

Versicherungssituation überprüfen

Mit einem wichtigen Appell wandten sich Vertreter der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) an die Vereine. Diese sollen dringend ihre Versicherungssituation überprüfen, falls sie ihre Sportler und Funktionäre (Trainer, Platzwart, Clubhauswirt, ect.) entlöhnen. Werden mehr als 2300 Franken pro Person und Jahr an Entschädigungen oder Prämien ausbezahlt oder belaufen sich die Spesen auf über 6000 Franken pro Jahr, gilt der Sportverein für die Suva und alle anderen UVG-Versicherer als zweiter Arbeitgeber. Dieser muss demnach AHV abrechnen und eine Unfallversicherung abschliessen. Wer das unterlässt, muss mit hohen Nachforderungen der Versicherungen rechnen.

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